Zeitreise und der Stoffwechsel schlägt zurück

Ich habe ja schon berichtet, dass ich mir letzten Sommer die dicken Eisbecher reingezogen habe und meinen LCHF-Weg somit aus dem Auge verloren habe.

Hochmut kommt vor dem Fall! Das habe ich mal wieder bestätigt bekommen.

Als ich mit LCHF begonnen habe, habe ich am 04.12.2010 164kg gewogen. (siehe http://heinrichsblog.de.vu/ )

Im ersten Monat LCHF habe ich 13,2kg abgenommen! (20kg nach 3 Monaten …usw)

Von diesen Werten verwöhnt, hat mein krankes Hirn wohl gedacht, wenn ich nach dem Eisb(r)echersommer 2012 einfach wieder LCHF mache, sind die inzwischen zugenommenen 15kg ruckzuck wieder weg!

Scheiße was! (sorry für dieses Kraftwort aber wenn ich noch ein schlimmeres wüsste, hätte ich es laut rausgeschrien! )

Fakt ist: Ich ernähre mich seit 27.12.2012 exakt so, wie beim LCHF-Beginn im Dezember 2010. Abnahme = NULL

Seit 2 Wochen habe ich sogar sämtliche Milchprodukte weggelassen (und das als Landanamann! 😉 2010 konnte ich noch so viel Käse futtern, wie ich wollte)
Mein Skaldemann liegt immer im grünen Bereich und laut fddb führe ich nicht mehr Energie zu, als ich verbrauche und mein Gewicht pendelt immer noch um 142kg.

Ich schreibe das hier nicht, weil ich Ratschläge haben will! Ich kenne alle Tipps und Tricks und alle Fehler, die man mit LCHF machen kann. Ich schreibe das hier, um zu dokumentieren, dass ein Abweichen vom Weg bitter bestraft wird. Ein LCHF-Anfang ist NICHT gleich einem LCHF-Wiederanfang! Der Stoffwechsel ist nicht blöd und lässt sich von einem kranken Fresserhirn nicht in die Irre führen. (an dieser Stelle habe ich mir das äquivalente Kraftwort verkniffen!)

Ich werde also sehr lange brauchen, um wieder auf 128kg zu kommen und noch länger, um mein Wunschgewicht zu erreichen.

Ich schreibe das also hier, um es nicht zu vergessen, wenn der nächste Scheiß-egal-sommer kommt. So ein Sommer kann 1 – 2 Jahre kosten und sehr sehr viel Mühe bereiten, den Stoffwechsel und das Universum wieder zu besänftigen.

Zur zeit lese ich „Der Anschlag“ von Stephen King. In diesem Roman werden dem Zeitreisenden sehr viele Steine in den Weg geworfen, als er versucht, Ereignisse in der Vergangenheit zu ändern. Die Vergangenheit wehrt sich mit aller Kraft. Sie WILL nicht geändert werden. Sie wird ihren guten Grund dafür haben.

So sieht es mit meiner Ernährung auch aus. Ich kann es nur in der Gegenwart und in der Zukunft besser machen. Jammern über den Eisbechersommer ändert nichts. Es ist nicht rückgängig zu machen. LCHF kann man nicht AN- oder ABschalten wie es beliebt, weil Körper, Geist und Seele JETZT nicht die gleichen Voraussetzungen haben wie im Dezember 2010. PUNKT.

P.S. Noch’n Lesetipp: „Der Krater“ von Douglas Preston. Da geht es zwar um keine Zeitreise, aber es ist ein Siencefiction Thriller der besonderen Art. Wie auch Andreas Eschbach – oder Karl Olsberg Bücher

 

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10 Antworten zu Zeitreise und der Stoffwechsel schlägt zurück

  1. chinomso schreibt:

    Erstaunlich! Ich muss dir einen starken Geduldsfaden attestieren,wenn der dir seit Ende Dez. nicht schon gerissen ist. Keine Abnahme nach so langer Zeit?

    Ich bin ja LCHF-Newbe und kann von dir viel lernen.
    Merke: keine Ausnahmen erlauben!!

    Sonntag fahre ich für zwei Wochen weg und das wird meine LCHF-außer Haus-Generalprobe.
    Ich werde im Auto Proviant mit mir führen, der mich rettet, wenn es nur KH-Futter gibt.

  2. iInka schreibt:

    Ach Heinrich. Woher wusstest du, dass gerade ich gerade heute auch so einen Tritt brauche?
    (Erklärung poste ich nachher, muss ich nach den Kindern fertig machen erst mal posten und sprengt den Rahmen hier).
    Virtuelles Drückerle, mehr hilft da irgendwie auch gar net.
    Inka

  3. Angela schreibt:

    Hallo Heinrich, glaube, dein Körper testet im Moment, wer von euch beiden den längeren Atem hat. Im Sommer konnte dein Körper in KH-Massen schwelgen, die du ihm jetzt standhaft verweigerst. Halte durch, auch dein Körper lässt das Fett wieder los.

  4. Heinrich schreibt:

    Liebe Angela,
    Du sagst es! Mein Körper, dieser alte Fettsack, hat einen eigenen Willen. Stur wie ein altes Komissbrot. Dagegen kann man ebenso wenig machen, wie ein Hauswirt sehr lange braucht, um missratene Mieter rauszukriegen. Bin ich sein Wirt oder er meiner?
    Liebe Iris, danke für das Geduldattest, aber nun geht es ja ums Prinzip! Eines ist klar: Wenn man nicht abnimmt, führt man immer noch mehr Energie zu, als der Untermieter verbraucht. Schließlich ernährt sich der Körper nicht von Radiowellen oder GPS-Signalen. Aber, nun kommt das große ABER: Ich werde nicht anfangen zu hungern. Dann würde ich ja das Gleiche machen, wie früher bei Reduktions-„Diäten“. Nach der Hungerphase kommt dann wieder der große Japp und nach Japp wieder der JoJo. ( Das „J“ scheint janz jefährlich zu sein 😉
    Darum haben wir uns ja für LCHF entschieden. Immer schön satt essen und trotzdem abnehmen. Aber dazu muss man sich an die Regeln halten – und zwar langfristig. Betrug kann nicht vertuscht werden und wird früher oder später entdeckt und BESTRAFT.
    Ich habe nun auch wieder sehr schön gemerkt, dass Süßkram und auch „Süßersatz“ ins Verderben führt. Selbst mein „Ersatzeis“ aus purer Sahne und gefrorenen Beeren ist trotz KH-Armut NICHT der Weg, meinen verlodderten Untermieter zu vergraulen.
    Ich fühle es richtig: Nun, nachdem ich die Notbremse gezogen habe und nur noch von der linken Seite des LCHF-Flyers esse, ist auch der Japp wieder weg. Es funktioniert!
    Ganz ganz vorsichtig werde ich dann irgendwann wieder die Milchprodukte einführen, damit ich auch mal wieder den göttlichen „SOLEILrouge-Flammkuchen“ essen kann. Da gehört nämlich Cremefraiche drauf. 😉
    Liebe Inka,
    ich weiß nicht, was Du gerade mit „Tritt“ meinst? Meinst Du, dass wir Süchtigen unsere Stoffwechsel nicht mal mit Xucker oder ähnlichem Mist täuschen dürfen? Das lese ich gerade in Deinem Blog.
    Zu dem Thema habe ich schon unzählige Beiträge im Forum geschrieben, dass Süßstoffe und „Ersatzsüßigkeiten“ und „Ersatzkuchen“ für die Esssüchtigen ebenso tödlich sind, wie echter Zucker. Aber das will niemand hören. Jedenfalls alle, die nicht bereit sind, sich von ihrer Sucht zu trennen, haben unzählige Argumente, warum sie Süßkram für die Lebensqualität brauchen.

    Man muss nur herausfinden, zu welcher Sorte Mäuse man gehört. Sicher gibt es millionen Menschen, die Schokolade und Eis und Kuchen essen können, ohne je dick zu werden. Die haben entweder andere Süchte oder einfach sich und ihren Körper schon immer im Griff gehabt. Es gibt ja auch Menschen, die gut mit Alkohol umgehen können, ohne Alkoholiker zu werden.
    Ich werde immer ein „Dicker“ bleiben. Hoffentlich bald ein dauerhaft „trockener“ Dicker, denn der erste dicke Eisbecher im nächsten Sommer wird wieder eine Fressphase auslösen – langsam – schleichend – zunächst unbemerkt – dann immer heftiger – das weiß ich definitiv.

    Gruß Heinrich

    • tini schreibt:

      Heinrich, das klingt gut. Ein „trockner“ Dicker…….das trifft es.
      Ich werde auch immer eine trockene Dicke bleiben.

      LG Deine Tini Schmedderling

  5. Heinrich schreibt:

    Liebe Tini,
    hauptsache wir sind trocken – oder haben wenigstens trockenen Humor. 😉
    Ich habe gestern das erste Mal wieder eine 139 gesehen – es gibt noch Hoffnung.
    Gruß Heinrich

  6. chinomso schreibt:

    Welche Sorte Maus man ist?
    Das ist ein gutes Bild. Mir ist das gerade wieder klar geworden.
    Ich bin auch ein Suchtbolzen. Hatte einen Rückfall mit einem Eiweiß-Riegel, der mich gestern wieder grasen lassen hat. Das war ein deutlicher Schlag vor den Bug.

    Gratuliere zur Abnahme. Ich will das auch.
    Wenn ich wieder zu Hause bin (Sonntagmorgen) ziehe ich ein Fazit meiner Reise-Erfahrung und falls es keine Abnahme gibt, dann muss ich was ändern.

  7. Stefan schreibt:

    Hi Heinrich,

    ich bin ja damals weit vor dir eingeknickt und habe damals als ich schon wieder zugenommen habe, deinen willen bewundert und mich damals echt geärgert das ich eingeknickt bin.

    Ich bin damals daran gescheitert das ich die 130 nicht geknackt habe.

    Das hast du ja damals geschafft, ich hab dann über 1,5 jahre wieder mein altes Gewicht erreicht von 155,6 zack 25 Kilo wieder zugenommen.

    ABER seit November bin ich wieder dran und habe wieder 22,3 KG weg, du wirst das auch packen

    http://schwabbelbacke.de/2013/03/13/tag-111-155-6-kg-133-3kg-und-was-so-passiert/

    schöne Grüße

    Stefan

    • Heinrich schreibt:

      Hallo Stefan,
      danke für Deinen Beitrag! Ich lese gleich erst mal in Deinem Blog, wie es bei Dir „passiert“ ist. Ich habe von meinen +15 jetzt mühsam 5 wieder runter und es geht sehr langsam weiter. Aber ich bin guten Mutes. Ich melde mich noch in Deinem Blog.
      Habe gerade Grippe – das ist ganz gut, wenig Hunger zu haben. 😉
      Gruß Heinrich

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